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Ostwestfalen-Lippe

Geschichte

Die Anfänge der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Bielefeld e.V. gehen auf die Initiative des späteren ersten Präsidenten Joachim Schultz-Tornau zurück. Dieser war auf einer Reise nach Japan von der japanischen Symbiose zwischen der Wahrung alter Traditionen und der Begeisterung für moderne Innovationen fasziniert und fasste nach seiner Rückkehr den Entschluss, von Bielefeld aus die Verbindungen nach Japan auch offiziell weiterzuentwickeln. So gründete er im Jahr 1989 mit mehreren Gleichgesinnten die DJG Bielefeld. Bereits drei Jahre nach ihrer Gründung veranstaltete die DJG im Jahr 1992 mit Unterstützung der Stadt Bielefeld eine „Japanischen Woche“. Im Rahmen dieser Woche konnten die Bielefelder durch Ausstellungen, Vorträge, Konzerte und verschiedene Kurse japanische Kultur kennenlernen sowie auch persönlich erleben und erfahren. Eine besondere Ehre und einen Höhepunkt in der Geschichte der Deutsch-Japanischen Gesellschaft stellte 1993 der Besuch des japanischen Kaiserpaares dar, zu dem die DJG dem Kaiser und seiner Gemahlin ein Geschenk überreichte.

Vier Jahre nach diesem Besuch reifte in der DJG der Entschluss diesem mit einem japanischen Landschaftsgarten ein Denkmal zu setzen und so auch ein schon seit der Gründung der DJG vorhandenes Vorhaben endlich in Angriff zu nehmen. In den Jahren 1998 und 1999 wurden erste Planungsgespräche mit den von Bodelschwingh’schen Anstalten geführt und das Ausbildungshotel Lindenhof in Bethel als Standort festgelegt. Darüber hinaus konnten nicht nur zahlreiche Sponsoren für die Finanzierung, sondern auch die Schirmherrschaft des damaligen Bundespräsidenten Johannes Rau sowie auch das Interesse der japanischen Kaiserin Michiko für den Garten gewonnen werden. Die Umsetzung des Projekts führte im Februar 2001 auch zu einem Kooperationsvertrag mit der Japanisch-Deutschen Gesellschaft Tochigi, die den Bau des Gartens mit japanischen Spenden unterstützte. So konnte schon ein Jahr später mit den Bauarbeiten begonnen werden, die sich über eineinhalb Jahre erstreckten. Zum zehnjährigen Jubiläum des kaiserlichen Besuchs in Bethel wurde der neue Japanische Garten im September 2003 feierlich eröffnet.

Nach der Dreifachkatastrophe des Jahres 2011 erwies sich, wie stark die Verbindungen inzwischen waren, die die DJG zwischen OWL und Japan aufgebaut hatte. In den Monaten nach der Katastrophe sammelte die DJG Bielefeld über 240.000 Euro an Spenden von der Bevölkerung OWLs und sandte diese an die Opfer in der betroffenen Region Tōhoku. Hierdurch entstand in den darauffolgenden Jahren ein bis heute anhaltender Kontakt zur Stadt Ōtsuchi, der durch einen Musikaustausch im Jahr 2016 noch weiter vertieft werden konnte. Vom 16. bsi zum 26. März 2017 erwarten wir wieder Besuch aus Otsuchi.

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