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Japan in der Meiji-Zeit – Eindrücke des deutschen Forschungsreisenden Johannes Justus Rein (1835-1918)

19. September 2019 von 19:00 Uhr21:30 Uhr

Japan in der Meiji-Zeit – Eindrücke des deutschen Forschungsreisenden Johannes Justus Rein (1835-1918)

 

Professor Shigekazu Kusune, Germanist und Ehrenpräsident der JDG Ishikawa wird über die Bedeutung seiner Forschungsreise  (1873-1875)  bis heute berichten.

Das preußische Handelsministerium suchte 1873 einen „technisch hochgebildeten Sachverständigen“, der bereit wäre, über mehrere Jahre Japan zu bereisen und hier die traditionelle japanische Industrie zu untersuchen. Ziel war es vor allem dabei zu erforschen, wie bei der Fertigung bestimmter Produkte solche Technologie wie Emaillieren, das Färben von Geweben, das Lackieren, das Porzellanen, aber auch die Arbeitstechniken der Bronzebearbeitung und der Herstellung von Lederpapier in Japan angewandt werden. Bei der Entscheidung für den Einsatz, fiel die Wahl auf den Frankfurter Gewerbelehrer Johannes Justus Rein. Er war bereits mit vielen grundlegenden Themen der Chemie und Physik vertraut, war im Wesentlichen über den Stand der industriellen Entwicklung in Deutschland informiert und verfügte bereits durch seine vielseitige Reisetätigkeit über Erfahrungen sowie notwendige Verhaltensweisen im Ausland.

Über seinen Aufenthalt und die einzelnen Forschungsgebiete fertigte Rein umfangreiche Berichte an. Dabei lieferte er auch den ersten detaillierten Darstellung eines westlichen Wissenschaftlers über die japanische Lackindustrie. Den Abschlussbericht seines Japanaufenthaltes fasste er dann in zwei Bänden unter dem Titel Japan nach Reisen und Studien im Auftrage der Königlich Preussischen Regierung[3] zusammen. Der erste Band erschien bereits 1881 und der zweite Band 1886 auf Deutsch.

Die Bedeutung von Reins Werk kann man sehr gut daran ermessen, dass es bis in die 1920er Jahre, also ein halbes Jahrhundert nach Reins Forschungsreise, immer noch als Standard-Literatur zu traditionellen japanischen Technologien galt. Insgesamt lag mit diesen Veröffentlichungen ab 1881 ein wissenschaftliches Werk der Landeskunde Japans vor, das auch alle japanischen Inseln mit einschloss. Dieser Blick eines Wissenschaftlers auf Japan ermöglichte, die gerade begonnenen Öffnung Japans seit der Regierungszeit des 122. Meiji-Tennos 1868, deutlich zu unterstützen.

 

Details

Datum:
19. September 2019
Zeit:
19:00 Uhr – 21:30 Uhr

Veranstalter

Deutsch-Japanische Gesellschaft Bielefeld e.V.
Telefon:
0521-1640165
E-Mail:
info@djg-bielefeld.de
Website:
www.djg-owl.de/

Veranstaltungsort

VHS Bielefeld
Ravensberger Park 1
Bielefeld, 33619
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